IRLAND  - mehr als eine grüne Insel

Reisebericht von Werner Haar am Dienstag, 03. März 2020

„Irland – mehr als eine grüne Insel“ war der Titel der Live-Reportage von Werner Haar, der die Insel zusammen mit seiner Frau mehrfach bereist hat und faszinierende Bilder von den Landschaften, von Dublin und Belfast, den Dörfern am Meer, vom Shannon und vom „Wild Atlantic Way“ sowie sehr persönliche Erfahrungen mit der irischen Bevölkerung mitgebracht hat.

Irland ist eine kleine Insel im Atlantik (hat etwa die Größe von Bayern) mit viel Charakter - politisch geteilt in die Republik Irland mit der Hauptstadt Dublin und in die Provinz Nordirland, die zum Vereinigten Königreich gehört - und sie besticht durch Landschaften wie aus dem Bilderbuch, eindrucksvollen Kulturen und begeisterungsfähigen, freundlichen Menschen.

Die geografische Lage und der Einfluss des Golfstroms bestimmen Vegetation und die Regionen: wildzerklüftete Küsten mit den schönsten Klippen Europas (Cliffs of Moher), mediterrane Flora, üppig grüne Weiden und sanfte Höhenzüge, die im Norden unter anderem in den „Damm des Riesen“ (Giant’s Causeway) übergehen.

Heiratsvermittlung in IrlandDas irische Bier und die irische Musik haben weltweit ihre Freunde: „Jigs and reels“ (Volkstanz, bei dem man auf der Stelle hüpft/steppt und sich dreht) sind die Grundmelodien der irischen Folklore, fast alle werden schnell gespielt und es wird dazu gesteppt - auch spontan, in den Pubs, von denen es etwa zehntausend gibt bei einer Bevölkerungszahl von ca. 4,95 Millionen. Dort in den Pubs ist diese Kultur lebendig: In den beiden Hauptstädten Belfast und Dublin, aber auch auf dem Lande wie in Doolin, in Lisdoonvarna (wohin es einmal im Jahr Singles aus der ganzen Welt zum Heiratsfestival zieht) oder auch in Kilkenny.

Und immer wieder stößt man auf Zeugnisse der Vergangenheit: Newgrange, die über 5000 Jahre alte, begehbare Megalithanlage, die Ruinen vom Kloster Clonmacnoise, das im 6. Jhdt. gegründet und um 1600 von englischen Soldaten zerstört wurde, und natürlich auch „Rock of Cashel“, Sitz der Könige von Munster.

Gespannte ZuschauerWas ist es also, das den Reiz und die Faszination dieser Insel ganz im Westen Europas ausmacht? Sind es die Landschaften, die sanft geschwungenen Hügel, deren Grün intensiver zu leuchten scheint als irgendwo anders? Oder verzaubert die Mystik der Geschichte, die den Reisenden in uralten Steinzeitgräbern, keltischen Burgen oder klösterlichen Befestigungen in ihren Bann zieht?

Werner Haar ist nach Jahren des Reisens in Irland zusammen mit seiner Frau zu dem Schluss gekommen: Es ist alles zusammen – und noch viel mehr! Die Leidenschaft für Irland beginnt mit dem ersten Einatmen irischer Luft und endet nie!

Von dieser Leidenschaft für diese Insel erzählte Herr Haar mit brillanten Fotografien und spannenden, humorvollen aber auch nachdenklichen Geschichten und wurde dabei musikalisch stimmungsvoll begleitet von Ulrich Großmann und seiner Violine.

Lebensqualität im Alter

Vortrag von Frau Dr. Barbara Dürr am 3. Feb. 2020 im Treffpunkt für Ältere

 Der Seniorenverband Reutlingen eröffnete seine diesjährige Veranstaltungsreihe mit einem Thema, das alle Mitglieder betrifft: Wie kann ich meine Lebensqualität auch im Alter weitestgehend beibehalten? Frau Dr. Barbara Dürr ist Ärztin und Kommunalpolitikerin aus Eningen u.A. und traf mit ihren Ausführungen so richtig den Nerv der Zuhörer. Erhard Gaiser, Vorsitzender des Kreisverbands Reutlingen begrüßte die Referentin im Reutlinger Treffpunkt für Ältere in Vertretung seines Co-Vorsitzenden Franz Tesch, der den Nachmittag vorbereitet hatte.

Frau Dr. Barbara DürrZu Beginn führte Frau Dr. Dürr in die diversen Zustände ein, die unter dem Begriff Geriatrie verstanden werden. Alle wollen alt werden, aber keiner will alt sein - diese Aussage passt so richtig in unsere Zeit, die durch eine längere Lebensarbeitszeit und dann noch durch den Wunsch nach möglichst gesundem Ruhestand gekennzeichnet ist. Ihren Appell, sich durch eigene Aktivitäten auf diesen Zustand vorzubereiten, konnte sie eindrucksvoll mit den sechs "I"s begründen. Isolation, Intelligenzminderung, Inkontinenz, Immobilität, Instabilität und iatrogene Störungen sind die zwangsläufigen Gefahren, die die Lebensqualität beeinträchtigen.

Dass Einsamkeit auch die Entstehung von Suchtkrankheiten und Depression begünstigt, wird vielfach übersehen. Auch Verwirrtheit bis hin zur Demenz sind solche Folgen, die aber auch andere Ursachen haben kann. Exsikkose (Austrocknung) ist eine weitere Gefahr, auch für Patienten mit Inkontinenz, die oft Ursache für Verwirrtheit ist. Ein weiterer Teufelskreis ist die durch Schwindel, Schmerzen und Antriebslosigkeit bedingte Bewegungsarmut, die dann zu verminderter Gelenkschmierung und zu Muskelschwund führt.

Bewegung ist deshalb (nicht erst im Alter) das A und O. Sie kann gerne auch in Gesellschaft ausgeübt werden. Der dadurch gegebene zusätzliche soziale Aspekt wirkt wieder sinnbildend und vermindert die Einsamkeit. Außerdem beugt Bewegung der sonst zunehmenden Instabilität, der Tritt-Unsicherheit und Gleichgewichtsstörungen vor. Eine Sturzprophylaxe empfiehlt sich nicht nur in Bezug auf die eigenen körperlichen Fähigkeiten, sondern ebenso auf die häuslichen Gefahren, die Stürze verursachen können.

Iatrogene Störungen sind solche, die durch ärztliche Maßnahmen bedingt, aber durch zunehmendes Alter nicht mehr adäquat wirken oder durch mehrfache Erkrankungen sich gegenseitig beeinflussen. Je früher ein Patient sich dieser Gefahren bewusst ist, desto eher kann er sie erkennen.

Die eher rethorische Frage "Ab wann ist man eigentlich alt?" führte zu der Erkenntnis, dass es Unterschiede gibt zwischen dem kalendarischen und dem biologischen Alter und dass sich letzteres durch Sport und Bewegung beeinflussen lässt. Frau Dr. Dürr schilderte anschaulich, was im Körper mit zunehmendem Alter passiert und für welche Krankheiten der Körper dadurch anfälliger wird. Sie gab aber auch gleich Hinweise, was man selbst tun kann, um Körper und Geist wach zu halten.

Besuch im Porsche-MuseumVerkehrsinsel in Zuffenhausen

am 1. Okt. 2019

Mit einem Reisebus fuhren 26 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Pfullingen, Reutlingen und Metzingen in das Porsche-Museum nach Zuffenhausen. Die eingeplante Staureserve musste nicht in Anspruch genommen werden, sodass in aller Ruhe die Formalitäten für die Führung erledigt und die Eintrittskarten besorgt und verteilt werden konnten. Außerdem blieb noch Zeit, sich im Foyer und im Museums-Shop umzusehen.

Mit Audioguides ausgestattet, stellte uns unsere Führerin Uta zunächst das Werksgelände vor, in dem demnächst auch die Produktion des ersten rein elektrisch angetriebenen Sportwagens Taican stattfinden wird. Über eine endlose Rolltreppe ging es hinauf in die Ausstellungsräume. Erstes Objekt war ein von Ferdinand Porsche Ende des 19. Jahrhunderts mitentwickelter Elektrowagen. Nach einer Batterie-Ladezeit von 5 Tagen hatte er eine Reichweite von 25 km. Aus heutiger Sicht nicht gerade berauschend. Nach weiteren Exponaten aus Porsches Zeit in Österreich kamen wir zum legendären Käfer. Die Intention von Ferdinand Porsche war, ein einfaches und robustes Auto zu entwickeln, das sich jeder leisten können sollte. Nach dem zweiten Weltkrieg wird Zuffenhausen Stammsitz und es beginnt die Zeit der Sportwagen, die die Firma bekannt und berühmt machten. Angefangen mit dem 911-er, ursprünglich 901, aber die Null in der Mitte hatte sich Peugeot reserviert. Das Auto wird über viele Varianten bis heute hergestellt. Aus dem früheren luftgekühlten Vier-Zylinder Boxermotor wurden im Laufe der Zeit hochleistungsfähige Triebwerke.

Auf Teilnehmerwunsch gab es einen Abstecher zu den Traktoren. In den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden 3 Typen in einem Werk in Friedrichshafen gebaut. Bei Oldtimertreffen sind sie auch heute noch häufig vertreten. FührungDer normale Rundgang ging weiter zu den Rennsportwagen auf der Basis des 917. Mit Stolz erzählte uns Uta von den vielen Erfolgen dieser Wagen, vor allem bei den 24-Stunden-Rennen in Le Mans. Die Konstruktionen wurden immer ausgefeilter und die Aerodynamik immer mehr optimiert. So wurde die Bodenhaftung so weit verbessert, dass der Anpressdruck auf die Fahrbahn bei einer Geschwindigkeit ab 140 km/h das Gewicht des Fahrzeugs übersteigt. Es könnte also kopfüber unter einer Fahrbahn fahren. Zur Demonstration hängt so ein Fahrzeug an der Decke des Museums. Hansjörg SchäferUnsere Führung endete bei der neuesten Entwicklung der Firma Porsche, dem Taican.

Es blieb danach Zeit, sich einzelne Objekte noch näher anzusehen oder sich für die Heimreise mit Kaffee und Kuchen in der Coffeebar zu stärken. Bei der Rückfahrt hatten wir weniger Stauglück, sodass wir zum Abschluss in der Krone in Grafenberg etwas zu spät ankamen. Das tat dem frohen und gemütlichen Abschluss des Ausflugs keinen Abbruch. Dank guter Organisation des Gasthauses konnte auch der Zeitplan für die Rückkehr wieder eingehalten werden.

Freiburg im BreisgauFreiburg im Breisgau

Tagesausflug am 03. September 2019

Wieder auf großes Interesse stieß der Tagesausflug des Reutlinger Seniorenverbands nach Freiburg. Gunnar Wolf konnte 39 Teilnehmer begrüßen, die in Pfullingen, Metzingen und Reutlingen zugestiegen waren. Mit dem Bus gng es auf der A81 und B31 über Donaueschingen durch den Schwarzwald nach Freiburg. Unterwegs gab es eine kurze Pause und eine Stärkung mit Butterbrezeln und Nußkranz.

Pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt traf die Gesellschaft am Freiburger Karlspatz ein und wurde von zwei Fremdenführerinnen begrüßt. In zwei Gruppen ging es dann über das Freiburger Münster durch die Gassen und über die Bächle der Altstadt. Das Marktgeschehen um das Münster war natürlich verführerisch. Die Freiburger "Lange Rote" ober der bekannte Käsekuchen vom Stefan, ebenso wie die geräucherte Schwarzwaldforelle lockten zum Stehenbleiben. Trotzdem lieferten die beiden Fremdenführerinnen die Gäste nach anderthalb Stunden im reservierten Speiselokal, dem Großen Meyerhof, ab. Es ist eines der ältesten Gasthäuser Freiburgs und das Ambiente erinnerte auch etwas an mittelalterliche Verhältnisse. Dafür hielt die Küche, was die Speisekarte versprochen hatte.

WeinprobeSo gestärkt machte man sich gut gelaunt bei strahlendem Wetter auf den Rückweg zum Bus und wider Erwarten trafen dort auch alle pünktlich ein. Als nächster Programmpunkt stand ein Besuch des Staatsweinguts mit einer Besichtigung der Versuchsanbauflächen und des Weinkellers an. Das milde Klima ist auch ein Grund dafür, dass die Stadt gleich an drei badische Weinbaugebiete angrenzt: Das Markgräfler Land, den Tuniberg und den Kaiserstuhl mit unterschiedlichen typischen Rebsorten. Dass dabei einige Spitzenprodukte des Betriebs verkostet wurden, versteht sich von selbst. TitiseeLeider war der Kellermeister so sehr in seine Arbeit vertieft, dass der Zeitrahmen überschritten wurde und auch die Reserve aufgebracht war. Man musste sich sputen, um zum letzten Programmpunkt zu kommen.

Zum Abschluss gab es noch eine etwas verkürzte Einkehr am Titisee mit wunderschönem Seeblick, bevor die Mannschaft sich auf den Himweg machte. Auch wenn man mit 30 Minuten Verspätung zurück kam, war es doch wieder ein gelungener Tag mit bleibenden Eindrücken.

Ausflug nach Bad Wildbad

am 02. Juli 2019

Ein ideales Reisewetter hatte der Verband bei seinem Ausflug nach Bad Wildbad erwischt. Auf der Hinfahrt gab Uwe Endlich der Seniorengruppe einen Überblick über die Geschichte von Bad Wildbad (bis 1990 Wildbad im Schwarzwald genannt) seit der ersten urkundlichen Erwähnung 1345 und über die Entwicklung als bedeutender Badeort mit seinen Thermalbädern und Kureinrichtungen seit dem 15. Jahrhundert. Neben Grafen, Herzögen und Königen von Württemberg in Laufe der Jahrhunderte gehörte auch der italienische Komponist Gioachino Rossini zu den Besuchern. Seit nunmehr 30 Jahren erinnert das Belcanto Opera Festival ROSSINI IN WILDBAD an die Epoche des Komponisten, der sich 1856 als Kurgast in Wildbad aufhielt.

In Bad Wildbad angekommen, genossen die 41 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach der Hitzewelle der Tage davor die angenehmen Temperaturen, zumal sie sich viel im Freien aufhielten. Es ging auf den Sommerberg, ein beliebtes Ausflugsziel mit Blick auf Bad Wildbad. Das erste Highlight war dabei die Fahrt mit der Sommerbergbahn.Der Seniorenverband vor der Bergstation

Diese Bahn ist eine Standseilbahn, die von Bad Wildbad (420 müNN) mit einer Streckenlänge von 738 m einen Höhenunterschied von 291 m bis zur Bergstation überwindet. Bei einer Steigung von bis zu 53 Prozent wurde es manchem Teilnehmer etwas mulmig, hängt doch die Kabine an einem Drahtseil, das allerdings mit 40 mm Durchmesser gut bemessen ist. Die Standseilbahn gibt es schon seit 1908 und wurde ständig erneuert, seit 2011 ist die vierte Generation in Betrieb.

Aussichtsturm mit RutscheNach dem Abenteuer dieser Bergfahrt ging es zum eigentlichen Ziel, dem „Baumwipfelpfad mit Aussichtsturm“. Und die Werbebroschüren hatten nicht zu viel versprochen: Wandern in 20 m Höhe auf sehr gut ausgebauten Holzwegen. Auf diesem 1250 m langen Pfad hat man einen spektakulären Blick aus außergewöhnlicher Perspektive über den Schwarzwald. Gewürzt wurde der Spaziergang durch kleine Abenteuer: man konnte bei einigen Stationen klettern, balancieren oder über den Abgrund laufen. Schlusspunkt und gleichzeitig ein besonderes architektonisches Meisterwerk ist ein aus Holz erbauter 40 m hoher Aussichtsturm mit einer durchgängig barrierefreien Rampe, die sich spiralförmig mit einer sanften Steigung nach oben zur Plattform windet. Alternativ zum Abstieg kann man eine Tunnelrutsche nutzen, die mit 55 m Länge zum Ausgang führt. Tatsächlich gab es Mutige, die sich diese Gelegenheit nicht entgehen ließen.

Zurück zur Bergstation ging es über einen romantischen Waldweg mit einigen Aussichtspunkten. Die Sommerbergbahn wurde dann wieder zum Talfahrt genutzt. Überwältigt von den schönen Naturerlebnissen wurde die Heimreise angetreten. Zur Stärkung und gemütlichem Ausklang kehrte die muntere Gesellschaft im Landgasthof Adler Sickenhausen ein. Schön war es wieder, und die Seniorengruppe bedankte sich bei Franz Tesch für dessen Organisation dieses erlebnisreichen Ausflugs.

Ausflug nach Trochtelfingen

am 4. Juni 2019

Warum in die Ferne schweifen, wo das Gute liegt so nah. Das sagte sich der Seniorenverband des öffentlichen Dienstes bei seinem Abstecher nach Trochtelfingen, wo die stattliche Reisegruppe bereits vom Stadtführer Herr Klingenstein erwartet wurde. Stadtführung in TrochtelfingenAusgangspunkt der Stadtführung war das um 1450 erbaute Schloss des Grafen von Werdenberg, das heute die Grundschule nutzt. Bei prächtigstem Wetter gab Herr Klingenstein im Schatten des Schlosses einen Überblick über die wechselhafte Geschichte der Stadt, die nachweislich bereits von den Kelten besiedelt war. Beim anschließenden Rundgang durch den denkmalgeschützten Stadtkern war die Gruppe begeistert von der Anzahl der vielen Fachwerkhäuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Ein Großteil der alten Stadtbefestigung ist ebenfalls noch erhalten. Man konnte auch einen Blick in den gewaltigen ehemaligen Geschützturm – der Hohe Turm – werfen, in dessen Inneren heute eine Dohlenkolonie brütet.

Schön war, dass uns der heutige Eigentümer die Besichtigung einer alten Apotheke erlaubte. In der Pfarrkirche St. Martin, erbaut um 1200, waren etliche Statuen zu sehen, die früher in den 5 Kapellen des Ortes waren und heute ihren Platz in der Kirche gefunden haben. Bedeutend ist die Kirche durch Reste der spätmittelalterlichen Ausstattung. Sehr beeindruckend ist der gotische Chor mit den Gewölbefresken sowie ein großes Wandfresko, das das Jüngste Gericht darstellt und um 1480 entstanden ist, und das Grabmal Johanns von Werdenberg, 1465.

Mit einem Spaziergang entlang der Seckach ging es dann zum Albquell Bräuhaus, wo sich die Gruppe bei einem guten Mittagessen stärkte. Nachmittags stand die Besichtigung der Nudelfabrik Alb-Gold auf dem Programm. Das Unternehmen, dessen Ursprung auf einen Hühnerhof des Jahres 1965 zurückgeht, ist heute ein großer Betrieb mit 180 Mitarbeitern mit einer unglaublichen Angebotsvielfalt. Betriefsführung bei AlbgoldDavon konnte sich die Gruppe bei einer Betriebsführung überzeugen. Unter dem Motto „gläserne Produktion“ konnte man Einblicke in die Betriebsabläufe nehmen, wobei besonders der Prozess der Verarbeitung des Eis mit der dahinter stehenden Logistik beeindruckt. Von der Eieraufschlagmaschine, die täglich 180.000 Eier verarbeitet, bis zu den Bandstraßen der Nudeln mit anschließenden Verpackungsmaschinen – man konnte sich überall anschaulich informieren. Die uns begleitende und zur Seite stehende Führerin gab immer bereitwillig und bestens Auskünfte. Mit Wissen vollgepackt konnte die Gelegenheit zum Einkauf im großen und gut bestückten Verkaufsraum genutzt werden, bevor nach einem Imbiss die Heimreise angetreten wurde. Für die Organisation war dieses Mal Erhard Gaißer verantwortlich, dem ausdrücklich für den gelungenen Ausflug gedankt wurde.

Besuch des Dornier-Museums in Friedrichshafen und Fahrt mit dem Obstzügle des Hofs Neuhaus in Lippertsreute

am 07. Mai 2019

Was ist der Superlativ von Glück? Riesendusel! Tage vor der Fahrt: Regen, Kälte, Sauwetter – am Samstag, am Sonntag und am Montag. Und auch wieder am Mittwoch. Und zum Ausflug am Dienstag? Warmer Sonnenschein glänzte über eine frisch gewaschene Landschaft!. Perfektes Reisewetter – vor allem wenn es an den Bodensee geht. Entsprechend gut gelaunt war unsere Gruppe schon bei der Abfahrt. Und das Picknick am Grillplatz vor der Galthütte auf der Alb war ein erster Höhepunkt. Bei Kaffee, Brezeln und Kuchen stiegen die Erwartungen an den Tag. Auf der Weiterfahrt begründete Erhard Gaißer, warum wir heute in Friedrichshafen nicht das traditionelle Zeppelinmuseum, sondern das technisch vielseitigere Dorniermuseum besuchten und erläuterte aus der Gegenwart den Plan einer Ausstellung zur RAF-Geschichte mit Ausstellung der „Landshut“, die in einem Hangar in der Nähe des Museums der Restaurierung harrt. Er ging auf die Finanzierungsprobleme dieses Vorhabens genauso ein wie auf die finanzielle Lage des Museums.

Im Foyer wurden wir bereits von zwei sachkundigen Führern erwartet, die es verstanden, Dorniermuseum Friedrichshafendie Geschichte der Luftfahrt von den Zeppelinen bis zu den Nachkriegsentwicklungen des genialen Flugingenieurs Claude Dornier lebendig werden zu lassen. Mit Hilfe liebevoll gestalteter Modelle bis zum Blick von der Galerie in die Flugzeughalle – die sogar ein Flugboot, den berühmten „Dornier Wal“ im Original beherbergt, erläuterten sie sehr anschaulich die Entwicklung der Luftfahrt. Eine Halle mit Exponaten zur Raumfahrt – auf Bildschirmen konnten Startplätze, Raketenart, Umlaufbahn und Zweck der einzelnen Satelliten verfolgt werden – zeigte eine moderne Variante der Luftfahrt. Die weiteren Exponate, z.B. zur Brennstoffzelle, zur Solarzelle und zu präzisen Mess- und Navigationsinstrumenten kamen fast zu kurz. Beeindruckt und begeistert von der Führung genossen wir anschließend unser Mittagessen im Museumsrestaurant DO X. Der Blick durch eine Glaswand auf die Start- und Landebahn des Flughafens FN war ein besonderer Leckerbissen. Und von der Rasenfläche hinter der Gartenwirtschaft konnte man die Start- und Landemanöver der Zeppeline beobachten, die das heutige herrliche Wetter zu ihren Rundflügen über den Bodensee nutzten.

Pünktlich um 15:00 Uhr rissen wir uns los und fuhren weiter, dem See entlang bis Überlingen-Lippertsreute zum Hof Neuhaus. Dort wollten wir uns die Probleme des Bodensee-Obstbaus anhören und ansehen. Und unsere Erwartungen wurden übertroffen. Herr Roth, der Besitzer des Hofs, erwartete uns bereits. Zwar eng, aber besser schlecht gefahren als gut gelaufen, quetschten wir uns in ein eigentlich für den Transport der Obstkisten bei der Ernte konzipiertes Zügle und fuhren los. Das grüne Tal hinter dem Hof ist ein Paradies. Störche, Weihen und andere große Vögel ließen uns ohne Scheu näherkommen. An interessanten Stellen bildete Herr Roth mit dem Zügle einen Kreis – so eine Art Wagenburg – und erläuterte von der Mitte aus Nöte und Sorgen der Obstbauern. Er veranschaulichte anhand der Pilaranlagen den Aufwand für Pflanzung und Installation der Hagelschutznetze und ging auf sich verändernde Kundenwünsche ( Sorten, Größe und Farbe der Äpfel) und die Notwendigkeit ein, diese Kundenwünsche bald zu erfüllen. Mit heiteren Ausführungen zu gesundheitlichem Nutzen, zu Bedeutung des Apfels von Adam und Eva bis zu seiner Erwähnung in den griechischen und germanischen Sagen und letztlich zum Verhältnis Mann und Frau begeisterte er seine Zuhörer. Die Zeit verging wie im Flug. In der umgebauten Scheuer freuten wir uns über ein zünftiges Vesper mit Most, Saft und Mineralwasser. Die Heimreise traten wir fröhlich, aber so spät an, dass die Lenkzeit des Fahrers nur bis Engstingen reichte. Die restliche Heimfahrt musste ein zweiter Fahrer übernehmen.

Tagesausflug nach Straßburg

am 2. April

Mit 42 Teilnehmern war der Bus zum Ausflug gut besetzt und bei prächtigem Wetter ging die Fahrt nach Straßburg. Wohl keine Stadt verbindet deutsche und französische Geschichte so wie diese Stadt. Das wurde während der Fahrt von Uwe Endlich mit einem Vortrag eindrucksvoll und informativ bestätigt.

Mit dem Boot auf der Ill

Gut informiert erreichte die Gruppe den Place de l´Étoile um von dort zum Straßburger Münster zu gehen. Diese imposante römisch-katholische Kirche aus dem 12/15ten Jh. gehört zu den bedeutendsten Kathedralen der europäischen Architekturgeschichte sowie zu den größten Sandsteinbauten der Welt. Sie hatte über Jahrhunderte hinweg mit 142 m den höchsten Kirchturm der Welt bevor ihr das Ulmer Münster Ende des 19ten Jh. mit 162 m den Rang ablief. Leider war die Kirche am Vormittag geschlossen, aber es gab auch von außen genug zu bewundern, bevor es zu einer Stadtführung einmal anderer Art ging.

Erkundet wurde die Stadt auf dem Wasserwege mit einem Schiff von Batorama. Der einstündige Trip auf der Ill war ausgeprochen entspannt und dank einer ausgezeichneten Übertragungstechnik mit guten Informationen sehr lehrreich. Vollgepackt mit neuem Wissen war nun die kulinarische Seite gefragt. Die wurde im Gasthaus „Au Brasseur“, einer der ersten Mikrobrasserien Straßburgs auf beste Art vermittelt. Flammkuchen sattEs gab Flammkuchen in allen möglichen Variationen mit frisch gebrautem Hausbier. Wussten Sie, dass Flammkuchen mit Sauerkraut auch lecker sein kann? Oder wer hat schon einen Kellner mit rd. 20 Kuchen jonglieren gesehen? Die Zeit verging in der geselligen Runde im Fluge. Danach folgte ein gemütlicher Spaziergang zum Bus, der wieder am Place de L´Étoile wartete. Einige nutzten dabei noch die Gelegenheit einen Blick ins Innere des Münsters zu werfen. Pünktlich fuhr man dann zum letzten Höhepunkt der Reise: dem Besuch des Europäischen Parlamentsgebäudes.

Auffallend bei diesem Gebäude ist die noch unfertige Architektur, diese soll daran erinnern, dass an Europa immer noch gebaut wird. Nach dem Sicherheitschecks, den die Teilnehmer anstandslos absolvierten, ging es durch das Louise Weiss Gebäude -einer riesigen runden Empfangshalle – zu dem interaktiven Ausstellungsbereich des Simone Veil Parlamentariums, wo an einzelnen Plätzen umfassende Informationsmöglichkeiten genutzt wurden. Platz nehmen konnte man dann in einem vor Technik strotzenden Raum an kreisrund platzierten Tischen und Stühlen zu einer 360° Filmpräsentation zur europäischen Geschichte. Diese Präsentation zeigte eindrucksvoll wie wichtig ein friedliches Europa ist. Die der Gruppe zugeteilte engagierte junge Führerin gab bei dem Besuch der Tribünen des mächtigen Plenarsaales einen Überblick über die Arbeit des Parlamentes. Die 751 Abgeordneten aus derzeit noch 28 Ländern tagen in der Regel zwölf Mal an mehreren Tagen im Jahr. Dabei stehen Ihnen Simultandolmetscher für 24 Sprachen zur Verfügung. Die Akustiktechnik ist so ausgelegt, dass von jedem Platz die Sprache ausgewählt werden kann.Vor dem Europäischen Parlament

Von den vielen Eindrücken fast überwältigt wurde die Heimreise angetreten. Franz Tesch hatte wieder einmal einen tollen Ausflug geplant und organisiert und erhielt dafür viel Lob und Beifall.

Nachmittagsausflug zum Schloss Solitude und auf den Killesberg

am 12. MärzDie Gruppe vor dem Schloss

Bei tiefblauem Himmel starteten die 35 Mitglieder und Freunde des Seniorenverbands zum ersten Ausflug in diesem Jahr. Nach den vergangenen grauen Tagen konnten viele das Glück nicht fassen. Mit dem Bus ging es über Vaihingen zu dem von Herzog Carl Eugen von Württemberg 1763 in Auftrag gegebenen Lustschloss. Mitten in den Wäldern auf einer Anhöhe im Westen Stuttgarts gelegen hat man heute wieder einen herrlichen Blick nach Norden entlang der Solitudeallee zum 13 km entfernten Residenzschloss in Ludwigsburg.

Für die Besichtigung des Hauptgebäudes hatte die Gruppe eine sehr kundige und engagierte Führerin durch die reichverzierten Prunkräume erwischt. Mit der Hohen Karlsschule förderte der Herzog Söhne aus angesehenen württembergischen Familien. Der berühmteste davon war FriedrichDer Aussichtsturm auf dem Killesberg Schiller, dessen Vater Johann Kaspar Schiller Hauptmann und herzoglicher Hofgärtner in dem Anwesen war. 1972-1983 hat das Land Baden-Württemberg die Gebäude einschließlich der Fresken und Deckengemälde renovieren lassen. Seit 1990 ist in den Nebengebäuden des Schlosses eine Akademie zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses untergebracht.

In den ungeheizten Räumen war es recht frisch, aber als die Gruppe wieder ins Freie kam, empfing sie ein unwirtlicher Aprilwind, der die Lust auf Kaffee und Kuchen weckte. Eilends ging es zum Bus und damit zum Killesberg, wo das Höhencafe schon auf uns wartete.

So gestärkt und aufgewärmt ließen es sich die meisten Teilnehmer nicht nehmen, noch die 174 Treppenstufen auf den 40 Meter hohen Aussichtsturm zu steigen. Oben war der Wind zwar noch strammer, aber dafür wurde man mit einem glasklaren Blick in alle Richtungen belohnt. Der Spazergang durch den Park und die anschließende Rückfahrt nach Reutlingen gab noch Gelegenheit über das Erlebte zu diskutieren. Den Abschluss gab es dann bei einem abendlichen Buffet in Rübgarten. Alle waren sich einig: Hansjörg Schäfer hatte wieder einen perfekten Tag organisiert.

 

Reisebericht ALASKA im Treffpunkt für Ältere

Vortrag von Peter Beck am 4. Feb. 2019Peter Beck

Nach der Begrüßung der 25 Seniorinnen und Senioren, darunter einige neue Gesichter, zur Auftaktveranstaltung im Neuen Jahr und dem Dank an das Kaffeeteam Fr. Rieg und Fr. Hofmann begann der Programmpunkt ALASKA, der im Rundschreiben 1/2019 wie folgt angekündigt wurde:

Alaska, Sehnsuchtsland für alle, die dem Norden erlegen sind. Aber für die Meisten unerreichbar weit und anstrengend zu besuchen. Herr Beck hat das Land bereist und begeisternde Lichtbilder mitgebracht. Er wird uns mit seinem Vortrag an seinen Erlebnissen teilhaben lassen.

Herr Beck hat die Teilnehmer/innen mit schönen, anschaulichen Dias und viel Informationen zur Geschichte, zu der Schönheit von Land und Landschaft, Fauna und Flora, den Nationalparks, zu den Bewohnern, deren Kultur und Lebensweise eindrucksvoll seine drei Reisen dorthin miterleben lassen.

Alaska, nordwestlich von Kanada, ist der größte (1,7 Millionen km²) und am dünnsten besiedelte (rund 740.000 Einwohner) US-Bundesstaat, der 1959 als 49. Staat aufgenommen wurde (Hawaii im gleichen Jahr als 50.). Die Hauptstadt ist Juneau und nicht Anchorage oder Fairbanks, wie man vielleicht vermuten würde. Es gibt de jure keine Amtssprache, de facto werden Englisch, Französisch und 20 indigene amerikanische Sprachen gesprochen.

Alaska war der erste Teil des amerikanischen Kontinents, der von Menschen besiedelt wurde. Aus Sibirien kommend, erreichten die ersten Nomaden die Gegend vermutlich bereits vor etwa 36.000 Jahren über die damals noch bestehende Beringia, eine Landbrücke zwischen Asien und Nordamerika. Bis etwa 18.000 v. Chr. sollen genetische Kontakte nach Sibirien bestanden haben. Um diese Zeit spaltete sich die amerikanische Population endgültig von der asiatischen ab. Von diesen Siedlern sollen Studien zufolge alle heutigen nord- und südamerikanischen Indianer abstammen. Erst mit dem Ende der Eiszeit hob sich der Meeresspiegel, und vor rund 10.000 Jahren wurden die beiden Kontinente durch die heutige Beringstraße getrennt. Aus diesen ersten Menschen in der Region bildeten sich die heutigen Stämme der Ureinwohner (Inuit), tausende von Jahren vor der Besiedelung durch die Europäer.

Uwe Endlich bedankt sich bei Peter BeckUwe Endlich bedankt sich bei Peter Beck für den VortragDer erste Europäer, der Alaska um 1650 sichtete, war möglicherweise der russische Entdecker Semjon Deschnjow, ab 1745 erkundeten die Russen ihre spätere Kolonie Russisch-Amerika. Alaska war für die aufstrebende Weltmacht Russland die einzige Übersee-Kolonie, die aber kaum rentabel und schwierig zu verwalten war. Da die Passage durch das Eismeer zu gefährlich war, führte der einzige Weg von der damaligen russischen Hauptstadt Sankt Petersburg quer östlich durch Russland über die Tschuktschensee und dauerte mehr als ein halbes Jahr.
Um die Staatskasse nach dem verlorenen Krimkrieg wieder aufzufüllen, stimmte Zar Alexander II. am 30. März 1867 dem Verkauf Alaskas für 7,2 Millionen Dollar (entspricht etwa einem heutigen Gegenwert von 120 Millionen Dollar) an die Vereinigten Staaten zu.

Herr Beck hat Teile des riesigen Landes per Mietwagen, Kleinflugzeug, per Schiff und zu Fuß bereist und erwandert, er erlebte so mit seiner Frau die Schönheit, Vielseitigkeit und auch Einsamkeit des Landes sowie die Gefahren, die vor allem durch Bären drohten. Er zeigte Bilder vom höchsten Berg Alaskas, dem 6190 m hohen Mount McKinley, der durch eine Entscheidung des damaligen US-Präsidenten B. Obama 2015 in den ursprünglichen indianischen Namen Denali umgewandelt wurde.

Mit stimmungsvoller Musik unterlegt, ließen wir die letzten Bilder eines gelungenen Vortrags zu Alaska auf uns wirken.

  LRA-RTLandratsamtsgebäude des Landkreises Reutlingen