Wer soll das bezahlen...

 

Dieses Motto gab der Vorsitzende des Regionalverbandes Mannheim am 15. Februar den 26 Besuchern der Versammlung im Bürgerhaus Mannheim-Neckarstadt-West aus. Und das aus gutem Grund, denn die erste Hälfte der Veranstaltung wurde gestaltet von Mitarbeitern der hiesigen Badischen Beamtenbank. In der zweiten Hälfte der Zusammenkunft wurde Fasching gefeiert.

 

Frau Dittes von der BBBFrau Dittes - BBBank eG, Bild: H.AdamAber zunächst zum Thema Geld. Frau Dittes (siehe Bild) und Herr Jacoby von der BBBank eG. gingen genau auf die Fragen ein, die uns Senioren in der letzten Zeit im Zusammenhang mit Bankgeschäften verunsicherte bzw. Unverständnis hervorgerufen hatte. Die sehr kompetenten Bankfachleute gingen hierbei schwerpunktmäßig auf zwei Themen ein. Eines davon war die Frage, ob Senioren ab einem gewissen Alter keinen Kredit mehr von Banken bekommen, um zum Beispiel die Eigentumswohnung oder das kleine Häuschen zu renovieren, sanieren oder alters- bzw. behindertengerecht auszubauen. Herr Jacoby erläutere eingangs, dass ihm kein einziger konkreter Fall bekannt sein, bei dem einem Rentner oder Pensionär aufgrund seines Alters ein Kredit verweigert worden wäre. Sein Geldinstitut habe schon seit Jahren bei der Kreditvergabe auf zwei Kriterien einen Schwerpunkt gelegt. Der eine sein die Bezahlbarkeit der Rate, der andere die ausreichenden Sicherheiten. Daran habe sich nichts geändert. Was seit dem 21. März 2016 neu ist, erläuterte er und seine Kollegin sehr ausführlich. Der Verbraucherschutz wurde verbessert, in dem die Aufklärungspflicht für den Kreditnehmer Verbesserungen erfahren hat, ein verbindliches Angebot sowie ein Protokoll über das Gespräch seitens der Bank angefertigt werden muss und schriftliche Nachweise (eigentlich wie bisher auch) über Einkünfte und Sicherheiten vorgelegt werden müssen. Geduldig und von Sachkunde geprägt stellten sie Frau Dittes und Herr Jacoby den Fragen unserer Mitglieder. Beim zweiten Schwerpunkt ging es um das Online-Banking. Online-Banking bei der Beamtenbank gewinnt an Akzeptanz. Dies sei der Tatsache geschuldet, dass es eine Sicherheitsgarantie gäbe, kostenneutral und die Fehlerquote gering sei. Anlaß, das Thema „online-banking“ zu besprechen war die Tatsache, dass auch die Beamtenbank künftig für die sogenannten Papierüberweisungen Gebühren verlangen will und zwar 1,50 Euro pro Überweisung. Gedeckelt werden die Gebühren allerdings bei einem Betrag von 7,50 Euro pro Monat. Die Überweisung per online bleiben weiterhin ebenso wie die Kontenführung kostenfrei. Zu Recht wiesen einiger der Versammlungsteilnehmer darauf hin, dass nicht jeder Senior einen Computer oder ein Handy mit entsprechender Funktion habe. Hier fühlten sich gerade Ältere benachteiligt. Herr Jacoby stellte sich geduldig allen Fragen und gab als Tipp, dass man in vielen Fällen auf die Papierüberweisung verzichten könne, wenn man auf Daueraufträge und Einzugsermächtigungen (Lastschriftverfahren) ausweiche. Diese Form, seine Rechnungen zu bezahlen seien immer noch gebührenfrei. Angesichts des doch sehr ernsten Themas, hätte mancher Teilnehmer zu Beginn des zweiten Teiles des Nachmittags wohl gerne den uralten Karnevalsschlager „wer soll das bezahlen“ angestimmt.

Mit Musik, einem Sketch und humorvollen kleinen Geschichte sorgten - Adelheit Kußmann, Peter Kußmann, Anneliese Schell und Ingeborg Riegl sowie Herbert Adam für eine heitere Note an diesem kurzweiligen Nachmittag.