Alleinstehend? Hausnotruf kann bei einem Notfall eine Hilfe sein

 

Alleinstehend?   Hausnotruf kann bei einem Notfall  eine Hilfe sein

Wir älteren kennen die Situation entweder selbst oder durch Gespräche mit andern Menschen. Der Partner ist nicht mehr bei uns. Wir leben nun alleine in unserer Wohnung oder im unseren Haus. Die Gesundheit spielt auch nicht so mit. Aber in ein Heim wollen wir noch nicht. Hinzu kommt, dass sich die Kinder

oder andere Angehörige, Freunde oder Freundinnen  Sorgen machen, was denn passiert, wenn mir in meinem Heim etwas zustößt und ich niemanden über Telefon informieren kann. Für nicht gerade wenige der rund 30 Zuhörer des Ortsverbandes Mannheim, die sich am 15. September nach der Sommerpause im Saal des Bürgerhauses Mannheim-Neckarstadt-West trafen, traf dies zu. Der Referent des Nachmittags, Tomas Stohner vom Kreisverband des DRK Mannheim (siehe Bil d) fand mit dieser Einleitung sofort die ungeteilte Aufmerksamkeit der Anwesenden.  Er zeigte in seinem Statement auf, dass es in dieser Situation durchaus auch eine Lösungsmöglichkeit gab- den Hausnotruf. Kern seiner Ausführungen: „Der Hausnotruf ist eine präventive Sicherheits- und Gesundheitsmaßnahme, die alten Menschen mit einem erhöhten Gesundheitsrisiko ein weitgehend selbständiges und unabhängiges Leben in der eigenen Wohnung möglich macht.“ Und weiter: „Ältere, behinderte oder kranke Menschen und auch Risikopatienten kommen oft noch gut in der eigenen Wohnung zu recht, müssen aber damit rechnen, jederzeit auf schnelle Hilfe angewiesen zu sein.“ Genau hier hilft der Hausnotruf.

Thomas_Stohner.pngText u Bild: H. Adam;                  Gastreferent Herr Stohner

Die Sicherheit des Hausnotrufes eröffnet Perspektiven: mehr Lebensqualität, mehr Selbständigkeit  und Gelassenheit. Für einen unbeschwerten Alltag. Für ruhige Stunden. Und nicht zuletzt für ein beruhigendes „Macht Euch keine Sorgen“ an die Familie, Freundinnen und Freunde.

In sehr kompetenter Weise erklärte Tomas Stohner, wie der Hausnotruf funktioniert. Das System ist sehr leicht zu bedienen. Es besteht aus einem Teilnehmergerät, das in der Wohnung von Fachkräften an das Telefonnetz angeschlossen wird und aus einem kleinen unabhängigen Sender, den der Teilnehmer bequem als Armband am Körper oder als Art Kette um den Hals tragen kann. Per Knopfdruck auf den tragbaren Sender kann von jedem Ort der Wohnung – einschließlich dem Garten – der Notruf abgesetzt werden. Sogar unter der Dusche kann der Sender getragen werden; er ist wasserdicht. Der Sender hat ein Mikrofon und einen Lautsprecher. Er ermöglicht so einen freien Sprechkontakt. Nach dem Drücken des Knopfes meldet sich die Zentrale. Sie kann ab diesem Zeitpunkt jeder Geräusch in der Wohnung hören. Auch wenn der Auslöser des Notrufes nicht mehr sprechen kann, weiß die Zentrale sofort, wer den Notruf ausgelöst hat. In der Zentrale wird die Kennung des Gerätes ausgewertet und sofort ein so genanntes Datenblatt erstellt, dass Daten wie beispielsweise das Krankenbild, die Krankengeschichte, notwendige Medikamente, die Anschrift des Hausarztes und die Namen der Vertrauenspersonen des Patienten erhält. In der Zentrale kann auch ein Schlüssel zur Wohnung hinterlegt werden. Die Hausnotrufbereitschaft des DRK fährt – falls nicht eindeutig eine Probe- oder Fehlalarmierung vorliegt- die Wohnung an und schaut dort nach. Gegebenenfalls werden alle erforderlichen Maßnahmen bis hin zur Türöffnung durch die Feuerwehr in die Wege geleitet. Tomas Stohner erklärte noch, dass der Hausnotruf mi dem Rauchwarnmelder vernetzt werden kann.

Außerdem stellte er NEMO vor. Das Gerät ist etwa so groß wie ein Handy. Das GPS ermöglicht eine nahezu punktgenaue Ortung der Person, die den Notrufknopf auf dem Gerät gedrückt hat. Das Gerät ist überall in Deutschland und auch im benachbarten Ausland immer einsatzbereit. Voraussetzung ist allerdings der Funkkontakt zu einem Satelliten. Das ist mittlerweile – ähnlich wie bei Handy – in ganz Deutschland gewährleistet.

Die zahlreichen Fragen der Besucher der Veranstaltung bewiesen, dass Tomas Stohner genau das Thema getroffen hatte. Wer sich für das Thema weiter interessiert, kann gerne die individuelle Beratung des DRK – Kreisverbandes Mannheim kostenlos in Anspruch nehmen.

Der Vorsitzende des Seniorenverbandes Mannheim bedankte sich bei dem Referenten für die sehr gute Informationen. Er wies noch darauf hin, dass es natürlich auch andere Institutionen in Mannheim gibt, welche obengenannte Dienste ebenfalls anbieten.