28.03.2022

Bleibe gesund – lebe lang – sterbe schnell …

... so wünschen sich viele Menschen ihr Älterwerden. Gleichzeitig wissen wir natürlich alle, dass das so nicht "machbar" ist. Aber wir können als Einzelne und als Gesellschaft eine Menge dazu beitragen, dass dieser Wunsch sich in möglichst vielen Teilen erfüllen kann.

Frau Ulla Reyle, reyle3Foto: D. TilpGerontologin aus Tübingen, beschrieb den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Regionalverbandes am 28.03.2022 in Waiblingen, wie dies aus ihrer Sicht ermöglicht werden kann.

Aus gerontologischer Betrachtung beginnt bereits mit 40 Jahren die Sichtweise auf die Probleme des Älterwerdens. So zeigen sich allmählich auftretende Sinnesdefizite wie Seh- und Hörschwierigkeiten. Dennoch sind wir gegenüber der Generation unserer Großeltern weitaus fitter, wenn wir in den Ruhestand gehen und noch circa ein Drittel des Lebens vor uns liegt.

btyFoto: E. LinkeAllerdings meint Frau Reyle, dass wir dann auch eine selbstfürsorgende Lebensführung haben sollten. So sollte eine halbe Stunde Bewegung am Tag eingeplant sein. Ihrer Meinung nach ist auch die Aneignung digitaler Kompetenzen ein positver Seinserfolg im Alter. Ganz wichtig sieht Frau Reyle die Pflege von freundschaftlichen Beziehungen vielleicht sogar in ehrenamtlichen Betätigungen. Ein besonderes Augenmerk muss auch der Gestaltung des häuslichen Wohnraumes zugemessen werden. Zu volle Wohnungen bzw. Häuser sind ein sehr großes Problem und die Frage der Entrümpelung eine große Herausforderung. Es “lebe sich leichter mit geringem Gepäck“. Frau Reyle empfiehlt mit den Fachleuten des Stadtseniorenrates Kontakt zur Beratung für eine altersgerechte Wohnung aufzunehmen.

Überaus wichtig ist auch das rechtzeitige Gespräch mit den Kindern darüber, was geschehen soll, wenn eine Pflegesituation entsteht. Hier gibt die Referentin die Anregung, dass körperliche Pflege nicht unbedingt die Kinder übernehmen müssen. Ihre Aufgabe sollte es vornehmlich sein, “die Seele zu begleiten“.

Am Ende ihres Vortrages nahm Frau Reyle zum Problem der Demenz Stellung und empfahl im Zweifelsfall eine Diagnose an einer Universitätsklinik vornehmen zu lassen.

Wir danken Frau Reyle für Ihren kompetenten Vortrag zu den Problemen beim Älterwerden und im Seniorendasein.

Eckhard Linke

 

27.09.2021

Wiederbeginn der Zusammenkünfte

Am 27.09. 2021 trafen wir uns nach fast zwei Jahren zum ersten Mal wieder zu einer gemeinsamen Veranstaltung unseres Regionalverbandes im Forum Mitte in Waiblingen:

Schutz vor Trickbetrug und Diebstahl

jacobi1Foto: E. LinkeFrau Jacobi, Polizeihauptkommissarin i.R., informierte uns über Möglichkeiten, wie man sich besonders im fortgeschrittenem Alter vor Trickbetrug und Diebstahl schützt.

Dabei betonte die Referentin, es sei statistisch nicht zu belegen, dass besonders ältere Menschen stärker gefährdet seien, Opfer von Straftaten zu werden. Dieser Eindruck werde aber hauptsächlich durch die modernen Informationsmedien geweckt.

Allerdings gäbe es bestimmte Straftaten, die vor allem ältere Menschen betreffen. So seien die Gefahren durch falsche Amtsträger vornehmlich gegenüber Seniorinnen und Senioren stark gestiegen. Dabei gäbe es nicht nur „falsche Polizisten“, sondern auch zahlreiche falsche Handwerker, die an der Haustüre Einlass begehren würden.

Frau jacobi2Foto: D. TilpJacobi empfiehlt generell, lieber unhöflich die Person vor der verschlossenen Tür warten zu lassen und bei der ausgewiesenen Behörde nachzufragen. Sie empfiehlt auch, eine Nachbarin bzw. Nachbarn zu informieren und bitten hinzuzukommen. Beim mittlerweile bekannten Enkeltrick rät sie, keine Informationen über die Verwandtschaft preis zu geben, statt dessen detaillierte Informationen über die Verwandtschaft zu erfragen; Informtionen, die nur tatsächliche Verwandte wissen können.

Generell warnt Frau Jacobi davor, Geld an Unbekannte zu übergeben oder auch leichtfertig Kontodaten preiszugeben, sondern lieber die Polizei anzurufen, um die Sachlage zu besprechen.

Die Referentin warnte auch vor Telefonanrufen zu fingierten Gewinnspielen, die scheinbar lukrative Gewinne in Aussicht stellen.

Wir danken Frau Jakobi für die vielen interessanten Sachinformationen zu Trickbetrügereien besonders gegenüber Seniorinnen und Senioren.

Vorstandswahlen des Regionalverbandes Fellbach-Waiblingen-Winnenden

Im zweiten Teil der Veranstaltung wurden die Vorstandswahlen des Regionalverbandes Fellbach-Waiblingen-Winnenden durchgeführt.
Herr Linke wurde dabei einstimmig als Vorstand bestätigt, ebenso sein Unterstützerteam bzw. seine StellvertreterInnen Ingeborg Haisch, Peter Lotze und Dieter Tilp.

Anschließend gab es Informationen zu den geplanten Veranstaltungen im Jahr 2022:
Auftakt wird ein Vortrag der Gerontologin Frau Ulla Reyle aus Tübingen am 28.03. um 14.00 Uhr im Forum Mitte (Waiblingen) sein.
Die genaueren weiteren Details auch zu den anderen Veranstaltungen sollen im kommenden Februar per Rundschreiben erfolgen.

Eckhard Linke

 

25.11.2019

Länger mobil bleiben

Am 25. 11. 2019 referierte Herr Klopfer von der Winnender Fahrschule Academy-Klopfer zum Thema "Länger mobil bleiben" bei uns im Forum Mitte in Waiblingen. Zunächst informierte er über die neue Pedelec-Welle. Anhand eines Films erklärte Herr Klopfer die neu entstandenen Verkehrsprobleme durch die Elektrofahrräder. So seien besonders ältere Pedelec-Fahrer Kandidaten für ein Fahrsicherheitstraining. Senioren sollten sich erst langsam an diese Fahrräder, die modernen Scheibenbremsen, den Elektromotor und das mögliche Tempo von bis zu 25 km in der Stunde herantasten. Herr Klopfer empfahl eine ausführliche Beratung in einem guten Fahrradgeschäft, ein längeres Üben an dem größeren Kurvenradius und eine Gewöhnung an die Handhabung abseits des Straßenverkehrs. Trotz der hohen Anschaffungskosten, dem ca. 10 kg höheren Gewicht und den größeren Unfallgefahren böten die Elektrofahrräder zahlreiche Vorteile. So bedeute die vergrößerte Reichweite bei Fahrradtouren, die leichteren Bergfahrten und die schnellere Zielerreichung eine Steigerung der Mobilität gerade im fortgeschrittenen Alter.

klopfer1Foto: E. Linke

Danach kam Herr Klopfer zum automobilen Thema "Noch fit fürs Steuer?". Dem neuen Image der Senioren "70 ist das alte 60" stimmte Herr Klopfer auch fürs Autofahren zu. In diesem Zusammenhang beruhigte er uns, dass die Statistiken verdeutlichen: Jüngere Autofahrer zeigen eine höhere Unfalldisposition als die Generation 65+.

Herr Klopfer beriet uns, wie wir die automobile Mobilität im fortschreitenden Alter gewährleisten können. Er empfahl:
- Einen Sehcheck ab 40 einmal im Jahr beim Augenarzt
- Einen Hörcheck ab 60 alle zwei Jahre beim Ohrenarzt.

Zudem empfahl er den Fahr-Fitness-Check mit einem speziell qualifizierten Fahrlehrer als Beifahrer. Dabei ist es ein Ziel, Empfehlungen zur weiteren Teilnahme am Straßenverkehr zu besprechen und gemeinsam ein Verbesserungspotenzial auszumachen.

Wir danken Herrn Klopfer für seinen hilfreichen Vortrag.

Anschließend genossen wir in gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen die Bilderschau zu unseren Unternehmungen im Jahr 2019. Ein schöner Jahresausklang allen Mitgliedern und in allen Belangen ein positives Jahr 2020.

Eckhard Linke

 

15.10.2019

Ausflug nach Bebenhausen und Waldenbuch

Schloss und Schokolade

"Eine Stadt voller Traktoren" ( STZ vom 17.10.19). So begann unser Ausflug nach Bebenhausen und Waldenbuch am 15.10.2019. Wie üblich fuhr unser Bus von Winnenden nach Waiblingen, um alle Teilnehmer mitzunehmen. Aber bereits ab Schwaikheim befanden wir uns wegen der Proteste der Landwirte in Stuttgart auf der B14 im Stau. Dennoch konnten wir mit nur 20 minutiger Verspätung Bebenhausen erreichen.

beb teambeb uhrDort erfuhren wir bei einer Führung durch das Schloss im Klosterbereich von Bebenhausen viel über die Landesgeschichte Baden-Württembergs der letzten zwei Jahrhunderte. Unter Friedrich I. entwickelte sich im frühen 19. Jahrhundert Bebenhausen zum Mittelpunkt großer Hofjagden. Beispielhaft für die rücksichtslose königliche Jagdleidenschaft war 1812 das sogenannte Dianenfest. Allerdings gab es nach dieser Prunkjagd, die dem Geist der Aufklärung widersprach, eine sehr kritische Resonanz in der Bevölkerung. Infolge dessen musste Friedrich I. 1815 seine übertriebenen Jagdprivilegien aufgeben. Karl I. ab 1864 König von Württemberg baute das Schloss und das ehemalige Kloster für seinen eigenen privaten Bedarf um. Er prägte die Salons und Gänge mit einem mittelalterlichen Flair und kaufte dafür, dem Modetrend Historismus folgend, altes und nachgebautes Mobiliar. beb clo1891 begann König Wilhelm II. als letzter würt­tem­bergischer Monarch seine Regierungszeit. beb könpaar Seine Um­bau­maß­nahmen passten das Klostergebäude den Errungenschaften der Moderne an. Es entstanden Wasserleitungen, Bäder, Toilettenräume und Elektrifizierung. Allerdings wurden die Umbaupläne 1918 durch die Abdankung Wilhelms II. eingestellt. Von 1946 bis 1952 tagte dann in Bebenhausen der Landtag des neu gebildeten Landes Württemberg-Hohenzollern.

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Zum Vergrößern der Panoramen klicken Sie bitte zweimal aufs Bild.

Die Fahrt nach Waldenbuch gestaltete sich durch die Sperrung der direkten Landstraße etwas abenteuerlich. Wir mussten über schmale Nebensträßchen fahren, aber unser Busfahrer brachte uns sicher und souverän nach Waldenbuch. Mit einem Spaziergang nach dem Mittagessen ging es zur Firma Ritter-Sport. Dort konnte man bis 15.00 Uhr sein eigenes Programm wählen: Zum Beispiel im Museum Ritter die Ausstellung "Szene Ungarn" besichtigen, die Schokoausstellung mit Schokoladenverkauf besuchen oder einfach nur im Museums-Café den Nachmittag genießen. Nach einer Filmvorführung um 15.00 Uhr, bei der wir viel über Herstellung und Vertrieb der quadratischen Schokotafeln erfuhren, trafen wir uns alle im Museums-Café. Bei Kaffee und Kuchen konnten wir entspannt plaudern bis uns der Bus um 16.30 Uhr nach Hause abholte. Ein auch vom Wetter gelungener Tag, der mit seinen historischen Informationen sehr gut unseren Besuch der Villa Reitzenstein (Juni 2019) bezüglich der Landesgeschichte ergänzte.

Eckhard Linke
Fotos: D. Tilp
 

15.08.2019

Ausflug nach Alpirsbach im Schwarzwald

Den Schwarzwald ganzheitlich erfahren in Natur, an Leib und Seele

alpirsb1 Mitten im Moos (Foto: E. Linke)Um 7.40 Uhr begann der Ausflug mit dem Bus in Winnenden. Wir holten anschließend die Teilnehmer aus Fellbach und Waiblingen am Bahnhof Waiblingen ab und dann ging unsere Busreise nach Alpirsbach-Aischfeld. Nach 2 Stunden Fahrt erwartete uns Frau Anita Splitthof, unsere "Schwarzwald Guide"-Führerin, zur Mooswanderung. Bei einem Schaulehrgang durch den Wald wurde uns deutlich, dass Moose mit ca. 645 Arten überraschend artenreich und für den Wald und das Waldklima sehr wichtig und walderhaltend sind. Bedrohlich ist allerdings, dass ungefähr 640 Moosarten auf der roten Liste stehen. So lernten wir, dass Moose - auch im Garten - nichts Lästiges sind, sondern erhaltens- und schützendwerte Natur.

alpirsb1aMit gesenktem Blick aufs Moos (Foto: D. Tilp) alpirsb6"Ohne Moos nix los" (Foto: D. Tilp)


Das Mittagessen im Gasthof Sonne in Aischfeld brachte uns eine gemütliche und genussreiche Mittagszeit mit vielen schönen Gesprächen.

Anschließend fuhren wir mit dem Bus nach Alpirsbach. Kloster und Brauerei liegen ja in einem Gelände, so dass wir uns zuerst durch das Kloster und unmittelbar danach durch die Brauerei führen lassen konnten.


alpirsb2a Im Innenhof des Kreuzgangs (Foto: E. Linke)Das Kloster wurde im Hochmittelalter am Ende des 11. Jahrhunderts als adlige Stiftung in asketischer Frömmigkeit des Benediktinerordens gegründet. Ziel der Gründung in der Zeit des Investiturstreites sollte die Freiheit der Mönche sein, nur dem Papst und nicht dem König zu gehorchen. So wurde das Kloster Alpirsbach ein beispielhaftes Reformkloster. Nach dem Ende des Investiturstreites wurde dann allerdings unter dem Schutz des Kaisers der Klosterbau für das mönchische Leben vorangetrieben. Kreuzgang, Werkstätten und vor allem die romanische Klosterkirche entstanden.

alpirsb2b Grafiti eines Winnender Studenten (Foto: D. Tilp) alpirsb5(Foto: D. Tilp) Mit der Einführung der Reformation in Württemberg durch Herzog Ulrich im 16.Jahrhundert wurde das Kloster eine evangelisch Ausbildungsstätte für evangelische Pfarrer. Für unsere Winnender Teilnehmer war es interessant, dass mit Albrecht Bengel 1749 ein Winnender Theologe evangelischer Abt in Alpirsbach wurde. 250 Jahre alte Wandgraffiti zeigen, dass daraufhin Winnender Schüler in das Kloster zur Pfarrerausbildung kamen.


Die anschließende Führung durch die Brauerei "Alpirsbacher Klosterbräu" gestaltete sich sehr unterhaltsam. Wir erfuhren mit amüsanten Worten viel über die Herstellung des "gesunden Getränkes", über die Geschichte der Brauerei und konnten im Sudhaus bei einem Vesper mit Bier und Bierschnaps den Nachmittag ausklingen lassen.

alpirsb 4... dann der gemütliche Ausklang (Foto: E. Linke) alpirsb3Erst die Info ... (Foto: E. Linke)

Wir danken Ingeborg Heisch für den gut vorbereiteten Ausflug und freuen uns auf den Ausflug am 22. Oktober nach Bebenhausen und Waldenbuch.

Eckhard Linke
 

04.06.2019

Besichtigung der Villa Reitzenstein

Eine Villa erzählt die Geschichte des Landes Baden Württemberg

Reitz1 Bei der Begrüßung (Foto: E. Linke)Am 04.06.21019 um 14.15 Uhr trafen sich die 30 TeilnehmerInnen an der Eingangspforte der Villa Reitzenstein in Stuttgart. Nach der Teilnehmerüberprüfung mit Ausweiskontrolle durften wir in das Areal der Villa Reitzenstein, dem Staatsministerium, eintreten. Dort erwartete uns Herr Dr. Brüser zur Führung durch dieses Haus der württembergischen Geschichte. Sehr angenehm war der Beginn mit Kaffee und Kuchen in der Cafeteria. Hier erfuhren wir vieles von der Namensgeberin und Bauherrin der Villa, Frau Helene von Reitzenstein. Geboren 1853 als Tochter des sehr reichen Stuttgarter Verlegers Hallberger und früh verwitwete (1897) Frau des Oberhofmeisters Carl von Reitzenstein, baute sie in den Jahren 1910 bis 1913 auf dem zweieinhalb Hektar großen Grundstück in einer der besten Höhenlagen Stuttgarts dieses Anwesen. Obwohl sie viel Herzblut in den herrschaftlichen Bau steckte, wie modernste Zentral-Heizungstechnik und Elektrizität - alles neue Errungenschaften dieser Zeit - , fühlte sie sich offensichtlich in dem 65 Zimmer umfassenden Anwesen nicht wohl und verkaufte es 1921 an den württembergischen Staat.

Reitz2 Im Gobelinsaal (Foto: E. Linke)Herr Dr. Brüser führte uns nach dem Kaffeetisch durch dieses Gebäude, das heute das Staatsministerium von Baden-Württemberg beherbergt. Dabei konnten wir die Ideenvielfalt der Auftraggeberin und die Umsetzung der Architekten des Gebäudes anhand der markanten Zimmer bestaunen; so das Fußbodenmosaik aus italienischem Marmor im Foyer oder den Blauen Salon, das Musikzimmer der Bauherrin. Beeindruckend natürlich auch der Gobelinsaal mit drei kostbaren flämischen Gobelins,  der heute ein Raum für größere Gesprächsrunden , Konferenzen und Empfänge ist. Im Runden Saal werden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens vom Ministerpräsidenten empfangen. Im Kabinettssaal, wo einst der Billardtisch der Helen von Reitzenstein stand, ist heute das politische Zentrum der Villa Reitzenstein. Hier trifft sich unter der Leitung des Ministerpräsidenten die baden-württembergische Landesregierung zur wöchentlichen Kabinettssitzung.

Reitz3 Im Park (Foto: E. Linke) Reitz6Villa Reitzenstein (Foto: D. Tilp) Der abschließende Gang durch den Park der Villa Reitzenstein zeigte uns nochmals die einmalige und prachtvolle architektonische Gestaltung dieses Anwesens.

Wir danken Herrn Dr. Brüser für seine sehr kompetente und oftmals amüsante Weise, uns das geschichtsträchtige Ambiente der Villa Reitzenstein zu verdeutlichen.

Eckhard Linke
 

25.03.2019

Fit im Kopf - keine Angst vor schlechtem Gedächtnis im Alter

Die Gedächtnistrainerin, Frau Monica Lindenberg-Kaiser, gab uns am 25.März 2019 zahlreiche Tipps und Tricks für ein gut funktionierendes Gedächtnis im Alter. Wie immer trafen wir uns im Forum Mitte in Waiblingen und wurden von Frau Lindenberg-Kaiser zunächst mit alltäglichen Problemen konfrontiert: Tür abgeschlossen? / Alles ausgeschaltet? / Was habe ich vergessen? Hier bereits gab es den ersten Tipp: "SBA"→Abläufe systematisieren, Handlungen bewusst machen und sie automatisieren.

Frau Lindenberg-Kaiser nahm uns die Angst vor Vergesslichkeiten bei Alltagsabläufen und betonte die Stärken unserer langjährigen Erfahrung. Sie verwies dabei auf die Studien des Psychologen Paul Baltes, der eine Theorie erfolgreicher Weiterentwicklung im Alter als Zusammenwirken von Selektion, Optimierung und Kompensation entwarf. Dabei verdeutlichte sie dies am Beispiel eines Geigers, der im Alter nur Teile seines Repertoires vortrug, die er aber optimal einübte und damit seine altersbedingte Schwächen kompensierte.

Wir wurden im weiteren Verlauf über den links- und rechtshemisphärischen Aufbau des Gehirns und über die Speichermodelle informiert.

Im dritten Teil ihres Vortrages verdeutlichte Frau Lindenberg-Kaiser die theoretischen Grundlagen durch methodische Übungen. So praktizierte sie mit uns an mehreren Beispielen die Merkhilfen 1.genaues Hinhören - 2. sich Zeit nehmen - 3. selber sagen - 4. Assoziationen entwickeln. Dabei legte sie Wert darauf, uns immer wieder zu kleinen körperlichen Bewegungsübungen anzuleiten, damit die Wichtigkeit des Spannens und Entspannens als Unterstützung für geistige Leistung deutlich wurde.

Am Abschluss ihres Vortrages fasste Frau Lindenberg-Kaiser ihre Empfehlung für ein leistungsfähiges Gedächtnis zusammen. Neben dem Einsatz der beispielhaft geübten Mnemotechniken empfahl sie

fitkopfEckhard Linke
 

19.11.2018

Fit im Alter durch gesundes Essen und Trinken

Jahresabschlussversammlung der Regionalverbände Fellbach-Waiblingen-Winnenden

Einerseits waren wir enttäuscht, dass die Flötengruppe Corona Musica aus Waiblingen kurzfristig abgesagt hatte, andererseits waren wir aber dankbar, dass die Referentin Fr. Walther, Ernährungsberaterin AOK, nach einer überstandenen Grippe bereit war, an ihrem ersten Arbeitstag ihren Vortrag bei uns zu halten. Vielen Dank!

So waren wir gespannt, was wir im vorgerückten Lebensalter mit gesundem Essen und Trinken bewirken können. Frau Walther erläuterte uns dies anhand der Ernährungspyramide, einem einfachen Modell, mit dem jeder sein Ernährungsverhalten überprüfen und verbessern kann - übrigens ohne Kalorienzählen. Getränke, Gemüse und Salat, Obst, Brot und Getreideprodukte, Milchprodukte, Fleisch und Wurstwaren, Fette und Öle, letztendlich genüssliche Schleckereien bieten mit diesem Modell in Portionsbausteinen eine hilfreiche Orientierung im Alltag. Ein einfaches Maß für eine Portion stellt dabei die eigene Hand dar.

et1(Foto: E.Linke)

Wichtig - gerade in vorgerücktem Alter - ist die ausreichende Flüssigkeitsversorgung. So solle man 1,5 - 2 Liter pro Tag trinken. Dabei sei zu beachten, dass unverdünnte Fruchtsäfte genauso wie Colagetränke einen hohen Energiegehalt haben und somit in Maßen und mit Bedacht getrunken werden sollten. Obst und Gemüse sind wie Salate wichtige Mineralstoff- und Vitaminlieferanten. Zudem enthalten sie weitere interessante Stoffe, welche eine immununterstützende Kraft besitzen und einen positiven Einfluss auf die Cholesterinwerte haben. Dabei muss Erhitzen kein Nachteil sein, denn dadurch werden wichtige Stoffe in den Pflanzen dem Körper zugänglicher gemacht.

et2(Foto: E.Linke)Frau Walther empfahl eine ausgewogene Mischung von rohen, blanchierten und gekochten Pflanzen möglichst vielfältig, saisonabhängig und regional. Milch und Milchprodukte sollten ca. 2-3 Portionen pro Tag zu sich genommen werden. Dies könnten z. B. 250g Joghurt und 60g Käse sein. Für die Ernährung von Fleisch, Wurst und Fisch gab Frau Walther folgende Empfehlungen: 1-2 mal pro Woche Fisch, 2-3 mal pro Woche Wurst. Mit 1-2 El Leinöl oder Walnussöl können dem Körper die essentiellen pflanzlichen Fette zugeführt werden. Süßigkeiten, Gebäck, Knabbereien und alkoholhaltige Getränke dürfe man sich in Maßen möglichst selten und in kleinen Mengen achtsam mit allen Sinnen und mit Genuss genehmigen. Zum Leben gehöre ja doch auch viel Gefühl und Genuss.

Wir danken Frau Walther für ihren informativen und unterhaltsamen Vortrag.

Bei Kaffee und Kuchen sahen wir uns dann Bilder unserer Unternehmungen aus diesem Jahr an und informierten uns über die geplanten Veranstaltungen im neuen Jahr.

Eckhard Linke


21.09.2018

Eine Zeitreise in die Vergangenheit -
Ausflug in das Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen

Trotz negativer Wettervorhersage starteten wir bei unserem gewohnt (und bestelltem!) schönen Wetter am 21.September mit dem Bus ins Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen.

wack1Der "historische" Rote Ochsen (Foto: Linke)Wackershofen bei Schwäbisch Hall ist ein Museumsdorf mit ca. 70 historischen Gebäuden aus 5 Jahrhunderten. Diese Häuser wurden mit hohem technischen Aufwand abgebaut und in ihrem Originalzustand mit historischen Einrichtungsgegenständen in Wackershofen wieder aufgebaut. So geben diese Bauernhäuser, Scheunen, Mühlen, Schulen, Gasthäuser etc. einen lebendigen Eindruck vom früheren Alltag ohne fließend Wasser, Strom und heutiger gewohnter Technik.

Auf diese Zeitreise in die Vergangenheit begaben wir uns bei unserer Ankunft gegen 10.45 Uhr. Zuerst konnten wir eigene Erkundungen im Museumsort starten. Einige Teilnehmer besuchten die verschiedenen Handwerkerhäuser, andere informierten sich über die "Jenischen", eine Sonderaustellung über "Nicht-Sesshafte", die besonders in Süddeutschland als Hausierhändler "auf der Reis" waren. Um 11.45 Uhr trafen wir uns dann im "roten Ochsen", einem Museumsgasthof, erbaut 1735. Dort genossen wir regionale und traditionelle Speisen und Getränke, allesamt biologisch erzeugte Lebensmittel aus der Umgebung.

wack2Auf der Schulbank (Foto: Linke)Nach dem Mittagessen führte uns Frau Kienle durch die Zeit des Spätmittelalters bis ins frühe 20. Jahrhundert. Wir besichtigten Häuser, bewohnt von Menschen aus allen sozialen Schichten und Berufsgruppen und erfuhren Vieles über Einzelschicksale der Bewohner anhand authentischer Einrichtungsgegenstände. Am prächtigen Wohn-Stall-Bauern­haus einer reichen Bauernfamilie aus Elzhausen, aber auch am Armenhaus Höslinsülz, in dem 13 Personen in 2 Zimmern lebten, verdeutlichte uns Frau Kienle das zwiespältige Leben in früheren Zeiten auf dem Land. Beindruckend war natürlich das originale Schulhaus mit Lehrerwohnung im Erdgeschoss. Der Schulraum im ersten Stockwerk, über knarrende Holzdielen erreichbar, beeindruckte nicht nur die ehemaligen Lehrerinnen und Lehrer unter uns, sondern verknüpfte für uns alle Erinnerungen an die eigene Schulzeit. Als dann Frau Kienle noch Kopien mit Texten in Sütterlinschrift verteilte, stiegen die begeisterten Interessen und Emotionen.

wack3Beim Vespern (Foto: Linke)Nach der Führung gab es in einer historischen Scheune beim Kaffee mit Blooz, einem hohenloher Flammkuchen, einen regen Gesprächsaustausch über die erlebten Eindrücke.

Um 16.15 Uhr erwartete uns der Bus zur Heimfahrt. Viele Mitglieder haben das Ende des Ausfluges bedauert, aber wir werden uns ja am 19. November zu einer Jahresabschlussveranstaltung in Waiblingen "Forum Mitte" um 14.00 Uhr wieder sehen.
E. Linke


21.06.2018

Ein informativer und genüsslicher Ausflug nach Esslingen

Am Donnerstag, 21.Juni 2018, war um 9.30 Uhr Treffpunkt am S-Bahnhof in Esslingen. Teilweise hatten sich die 20 Teilnehmer schon im Zug zusammengefunden und gingen dann unter der Führung von Ingeborg Heisch bei gewohnt schönem Wetter zum Esslinger Marktplatz.

essl1Start auf dem Esslinger Marktplatz (Foto: Linke) Frau Neeb-Hartmann von der Tourismus GmbH Esslingen begann gegen 10.00 Uhr ihre unterhaltsame und informative Stadtführung. Wir erfuhren vieles aus der Geschichte der Stadt, die 1228 das Stadtrecht erhielt und sich unter den Staufern zu einer sehr bedeutsamen und reichen Reichsstadt entwickelte, die eine Zeitlang sogar Stuttgart unterworfen hatte.

Allerdings essl6In der Stadtkirche (Foto: Tilp)sorgten sich zeitweise sieben Bettelorden um das Seelenheil der Esslinger Bürger. So gründeten die Dominikaner ein Kloster und errichteten die Klosterkirche St. Paul, die heute der katholischen Kirchengemeinde als Pfarrkirche dient. Wir besichtigten den Innenhof des weitgehend erhaltenen Konventstrakts, der u.a. als Waisenhaus und Unterkunft für die Spitalinsassen diente sowie zum Teil bis heute als Seminar, Schule und Kindergarten genutzt wird.

essl7(Foto: Tilp)1531 nahm die Stadt Esslingen die Reformation unter dem Reformator Ambrosius Blarer an. In der Evangelische Stadtkirche zeigte und verdeutlichte uns Frau Neeb-Hartmann den Einfluss des Protestantismus einerseits auf die Baugeschichte der Stadtkirche St. Dionys und andererseits auf die gesamte Esslinger Bürgerschaft. Der Stadtrundgang führte uns noch zur Neckarbrücke mit dem einmaligen Blick auf die umgebenden Weinberge, zum Inneren Schelztorturm und zum alten Rathaus.

essl2Im Palmschen Garten (Foto: Linke)Die nächste Station war dann das mitten im historischen Stadtkern gelegene Restaurant "Palmscher Bau". Im diesem ältesten Gasthaus der Stadt konnten wir uns bei gepflegter Gastlichkeit am Mittagstisch wieder stärken.

Gegen 13.30 Uhr begann eine Führung in der Kellerei Kessler, der ältesten Sektkellerei Deutschlands. Wir erfuhren, dass diese Sektkellerei ihre historischen Wurzeln in der Champagne hat, wo der Gründer, Georg Christian Kessler, Direktor eines der berühmtesten Champagnerhäuser in Reims war. Im Jahre 1826 gründete Kessler mit seinem Teilhaber August Georgii diese württembergische "Champagnerfabrik" und erhielt bereits 1827 von König Wilhelm I. von Württemberg die Große landwirtschaftliche Verdienstmedaille.

essl3In den Kellern (Foto: Linke)Assemblage, Cuvée und Tirage, Flaschengärung, Rütteln und Dégorgieren, Filette, Napoleon- und Piccoloflaschen, schwarzer Kellerpilz - wir wurden umfangreich informiert und uns schwirrte bald der Kopf. Dann aber kam endlich die Erlösung: Die Degustation, die Sektprobe! Hier entspannten wir und die Geselligkeit stieg folgerichtig nach oben, so dass manche von uns fast den Zug nach Hause verpasst hätten.

essl3Sektprobe bei Kessler (Foto: Linke) Ein gelungener Ausflug, Dankeschön an Ingeborg Heisch, die alles organisiert hatte und Dank auch an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die eine gute Stimmung verbreiteten.

essl5E. Linke (Foto: Tilp) Wir freuen uns schon auf unseren Ausflug am 21. September nach Wackershofen - bitte Anmeldung nicht vergessen!
Eckhard Linke